Kroatien - Naturpark Plitwitzer Seen

Das "Land der fallenden Seen" verdankt sein Aussehen der Ablagerung von Kalksinter bzw. Travertin und den dabei eine große Rolle spielenden Moosen, Algen und Wasserpflanzen. Das Regenwasser, das durch die Erdoberfläche sickert, absorbiert Kohlendioxid und führt zur Bildung von Kohlensäure, die den Dolomit sowie das Kalkgestein angreift und in der Folge die Karstgewässer mit Kalzium- und Magnesiumbicarbonat übersättigt. Sobald dieses Wasser wieder an die Oberfläche tritt und an Hindernissen zu sprudeln beginnt, kommt es zu einem chemischen Ungleichgewicht, bei dem Kohlendioxid frei gesetzt wird und kleine Kalziumkarbonatkristalle abgelagert werden.

Es sind die Abermillionen von Bakterien und Algen, die an Moosen und Wasserpflanzen ihre Sekrete absondern und somit die Ablagerung von Kalksinter begünstigen. Schön zu sehen ist dieser harte, graugelbliche Überzug auf den umgefallenen Bäumen, die im Wasser liegen, sowie auf sämtlichen untergetauchten Pflanzenstängeln und -blättern.

 

Noch ein kleiner Hinweis für Fotografen: Es empfiehlt sich ein Einbeinstativ mitzunehmen, da man nie alleine auf den Holzstegen ist. Man kann das Stativ ins flache Wasser stellen und hat einen festen Standpunkt.